Tipps für Geschädigte

Vermeiden Sie alles, was Ihren Schaden vergrößert oder Sie bei Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen in eine schlechtere Ausgangslage setzt.

Regel 1: Hüten Sie sich vor Scharlatanen!

Vermittler und Anlagegesellschaften versuchen oft schon aus Eigeninteresse, etwaige Schadensersatzansprüche kleinzureden. Dabei verweisen Sie häufig auf etwaige Vertragsklauseln oder Gesetzesnormen, die angeblich gelten würden. Aufgrund von Verstößen gegen anlegerschützende Normen sind diese jedoch sehr häufig unwirksam.

Lassen Sie sich von Vertriebsmitarbeitern oder Ihrer Anlagegesellschaft auch nicht unter Druck setzen. Zahlen Sie im Schadensfall keine weitere Beträge um Ihr "angelegtes Vermögen zu sichern" oder eine "günstige Kaufchance zu nutzen". Damit schmeißen Sie häufig nur dem schlechten Geld weiteres gutes Geld hinterher.

Regel 2: Handeln Sie schnell!

Je schneller Sie reagieren, desto besser sind zumeist auch die Möglichkeiten einer Rückabwicklung der Anlage. Im Gegenzug lautet der schlechteste Rat im Schadensfall: Abwarten. Ein Sprichwort lautet: Die Hoffnung stirb zuletzt. Leider bewahrheitet sich dieses Sprichwort in der Praxis nur allzu oft. Erhoffte Gewinne bleiben aus.

Regel 3: Sammeln Sie Beweise!

Stellen Sie so früh und so sorgfältig wie möglich alle Informationen und Unterlagen Ihrer Anlage zusammen, damit Sie einen guten Überblick bekommen und wissen, wie es um Ihre Anlage steht. Nutzen Sie hierfür z.B. auch Fachzeitschriften und das Internet. Erstellen Sie von Gesprächen und sonstigen "nichtschriftlichen" Informationen Gesprächsprotokolle und Notizen, denn wichtige Einzelheiten gehen allzu oft durch schlichtes Vergessen verloren. Notieren Sie auch die Namen etwaiger Zeugen. Entgegen weitläufiger, irriger Annahmen können auch Ehepartner und Verwandte als Zeugen dienen.

Regel 4: Kein Schadensersatz durch strafrechtliche Verfolgung

Seien sich sich bewusst: Eine strafrechtliche Verfolgung von Straftätern ersetzt nicht die eigene zivilrechtliche Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Warten Sie auch nicht ein etwaiges Strafverfahren ab, bevor Sie tätig werden. Dies kann meistens dann schon zu spät sein.

Regel 5: Gehen Sie zum Rechtsanwalt

Letztendlich sollten Sie Kontakt zu spezialisierten Rechtsanwälten aufnehmen. Dort können Sie zumeist eine kostengünstige und unabhängige Ersteinschätzung erhalten. Rechtsschutzversicherte erhalten die Kosten der Rechtsverfolgung zumeist von Ihrer Versicherung erstattet. Ihr Rechtsanwalt berät Sie gerne vorab über die anfallenden Kosten.

Nutzen Sie Ihre Chance.

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