"Checken Sie Ihren Vermögensverwalter!"

Drum prüfe, wer sich derart bindet!

Fühlen Sie Ihrem zukünftigen Vermögensverwalter auf den Zahn. Lassen Sie sich von ihm Beweise seines Könnens vorlegen. Dokumentieren Sie alle Gespräche. Diese sollten Sie in Anwesenheit eines Zeugen führen. Aufpassen sollten Sie bei oberflächlichen Verwaltern. Wer sich keine Zeit für Sie nimmt und sich nicht ganz genau nach Ihren Finanzen und Zielen erkundigt, verstößt gegen seine Grundpflicht als Vermögensverwalter und macht sich haftbar. Den Vertrag selbst lassen Sie am besten vor der Unterschrift von einem auf Anlegerrecht spezialisierten Anwalt überprüfen. So entdecken Sie am ehesten die für Sie ungünstigen Vertragsklauseln.

Achten Sie auf die Erlaubnis!

Vermögensverwalter brauchen eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Wer diese nicht vorweisen kann, ist unseriös und betreibt verbotene Geschäfte. Das gilt auch für Vermögensverwaltungen, die glauben, sie könnten sich im Ausland vor der Genehmigungspflicht drücken. Rechtlich steht fest: Wer vom Ausland aus in Deutschland auf Kundenfang geht, braucht eine Genehmigung der BaFin. Liegt diese nicht vor, kann der geprellte Anleger Schadensersatz verlangen.

Verbieten Sie Extraportionen!

Achten Sie im Vertrag darauf, dass der Vermögensverwalter keine Provisionen von Banken oder Investmentgesellschaften kassieren darf. Hiermit beugen Sie zugleich der Spesenreiterei (Churning) vor. Dabei sorgt der Verwalter absichtlich für viele Transaktionen, um an den Umsätzen zu verdienen.

Bestehen Sie auf ein Kräftemessen!

Vermögensverwalter müssen ihren Kunden seit Herbst 2007 einen Vergleichsmaßstab mitteilen, damit Sie erkennen, wie gut der Verwalter arbeitet. Schlägt er den Dax oder nicht? Diese Informationspflicht gilt leider nur für den Vertragsabschluss. Wenn Sie die Performance auch später noch bei jedem Jahresbericht am gleichen Maßstab messen wollen, müssen Sie diese Informationspflicht des Verwalters per Vertrag einfordern.

Achten Sie auf Verjährungsfristen!

Viele Schadensersatzansprüche basieren auf Beratungsfehlern vor Vertragsabschluss. Hier tut schnelles Handeln Not. Kunden sollten beim leisesten Verdacht nicht zögern, einen Anlegeranwalt aufzusuchen.

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